Bin ich „zu jung“ für eine Oberlidstraffung?

Die Oberlidstraffung ist ein beliebter Eingriff aus dem Bereich der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie. Das Ziel der Behandlung ist es, überschüssiges und erschlafftes Gewebe an den Oberlidern zu reduzieren, um so einen offeneren, verjüngten und harmonischen Blick zu erreichen. Häufig wirkt das Aussehen nach dem vergleichsweise kleinen Eingriff wacher und vitaler.

Doch wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt für eine Oberlidstraffung? Gibt es Alternativen, die ebenfalls zu einem verjüngten Augenbereich beitragen können? Wir geben Ihnen gern einen Überblick zu den Möglichkeiten.

Erschlaffte Augenlider – eine Frage des Alters?

Hauterschlaffungen werden mit dem Alter assoziiert. Die Elastizität und Festigkeit der Haut nimmt schrittweise ab, da die körpereigene Produktion von Kollagen und Elastin langsam zurückgeht. Dieser Prozess ist individuell und kann daher unterschiedlich schnell voranschreiten. Bereits zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr beginnt der Hautalterungsprozess, wobei viele Veränderungen erst später auftreten und sich dann über die Jahre intensivieren können. Auch hier ist es von individuellen Faktoren wie Veranlagung, Lebensstil und Hautpflege abhängig, wie die Hautalterung verläuft.

Heißt das, dass erschlaffte Augenlider nur im höheren Alter auftreten? Nein, auch junge Menschen können bereits sogenannte Schlupflider (erschlaffte Oberlider) haben. In diesen Fällen sind die Schlupflider genetisch bedingt und keine direkte Folge einer sehr frühen Hautalterung.

Bei jungen Patienten zeigt sich jedoch häufig eine besondere Belastung, da solche Veränderungen im Allgemeinen mit dem Älterwerden in Verbindung stehen. Die Betroffenen fühlen oftmals eine Diskrepanz zwischen dem inneren Empfinden und ihrem äußeren Erscheinungsbild, das deutlich älter wirken kann.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Lidkorrektur?

Einen allgemeingültigen Zeitpunkt gibt es nicht, denn die Entscheidung für eine Lidkorrektur ist so individuell wie jede Augenpartie. Häufig sind Patientinnen und Patienten zwischen 40 und 60 Jahre alt. Es gibt jedoch auch Patienten, die mit Anfang 20 zum Beratungsgespräch in die Praxis kommen, da sie unter genetisch bedingten Schlupflidern leiden.

Viel entscheidender als das Alter ist somit das persönliche Wohlbefinden: Fühlen sich Betroffene gehemmt und unwohl aufgrund von Veränderungen in der Augenpartie und wünschen sich ein frischeres Aussehen, kann das für eine Lidkorrektur sprechen. In einem Beratungsgespräch in unserer Klinik wird gründlich untersucht, ob eine Oberlidstraffung sinnvoll ist. Anschließend werden Sie umfassend über die Möglichkeiten und Abläufe informiert.

Wann kann eine Oberlidstraffung aus medizinischer Sicht ratsam sein?

Neben ästhetischen Faktoren können auch medizinische Gründe für eine Korrektur der Oberlider sprechen. In manchen Fällen führen die erschlafften Lider zu Reizungen, Entzündungen oder sogar Sichtfeldeinschränkungen. Manche Patienten berichten auch davon, dass sie das Gefühl haben, die Augen würden schnell ermüden oder sich durch das Gewebe schwer anfühlen. Mithilfe einer Lidkorrektur kann das überschüssige Gewebe reduziert und die Muskulatur gestrafft werden, um vorliegende Einschränkungen oder Beeinträchtigung möglichst zu beheben.

Bei einer Lidkorrektur spielen immer sowohl Ästhetik als auch Funktionalität eine wichtige Rolle. Auch bei einer ästhetisch motivierten Lidkorrektur achtet der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie natürlich darauf, dass die Funktionalität des Bereichs nicht gestört wird.

Wie läuft eine Oberlidstraffung ab?

Zunächst wird der Behandlungsbereich präzise angezeichnet, gereinigt und desinfiziert. Der Gewebeüberschuss wird chirurgisch entfernt. Harmonisch strafft der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie die Haut und tieferliegende Gewebestrukturen wie die Muskeln. Dadurch wird ein möglichst natürliches Ergebnis angestrebt.

Die Schnitte werden mit feinem Nahtmaterial verschlossen. Erfahrungsgemäß verheilen die Narben sehr gut, sodass bei vielen Patientinnen und Patienten kaum Spuren der Behandlung zu sehen sind. Zudem werden die Schnitte nach Möglichkeit in die natürlichen Hautfalten gelegt, damit die Narben gering ausfallen und unauffällig sind.

Insgesamt dauert eine Lidkorrektur etwa eine Stunde.

Gibt es Alternativen zur Lid-OP?

Insbesondere junge Patienten suchen häufig nach einer minimalinvasiven Option zur Straffung und Verjüngung der Augenlider, da sie sich noch keiner operativen Behandlung unterziehen möchten. Besteht eine leichte bis moderate Hauterschlaffung mit wenig überschüssigem Gewebe, kann die Behandlung häufig mit nichtoperativen Verfahren durchgeführt werden.

In unserer Klinik bieten wir unter anderem die moderne AccuTite™-Methode an. Das Gerät arbeitet mit Radiofrequenzenergie, die durch Erwärmung des Gewebes dessen Struktur und Spannkraft positiv beeinflussen soll. Es wurde speziell für feine Bereiche wie die Augenpartie entwickelt.

Bei störenden Fältchen im Augenbereich stellt zudem die minimalinvasive Faltenbehandlung mit Botox® oder Hyaluronsäure eine geeignete Lösung dar. Je nach Art und Ausprägung der Falte wird der jeweilige Wirkstoff mittels einer feinen Kanüle unter die Haut gespritzt. Botulinumtoxin (Botox®) entspannt die Muskulatur und verfeinert auf diese Weise mimische Falten, während Hyaluronsäure schwerkraftbedingte Falten von innen aufpolstern kann.

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Sie wünschen sich einen frischeren Ausdruck für Ihre Augenpartie? Gern informieren wir Sie anhand einer persönlichen Untersuchung und Analyse, welche Verfahren für Ihre Behandlungsziele am besten geeignet sind. Gemeinsam mit Ihnen entwerfen wir einen passenden Behandlungsplan für ein natürliches Erscheinungsbild. Kontaktieren Sie uns gern für einen Termin zur Oberlidstraffung.

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letzte Aktualisierung: 22.01.2026