Das Facelift (die Gesichtsstraffung) ist eine beliebte Behandlung, um das Gesicht effektiv zu verjüngen und harmonisch zu straffen. Zudem werden abgesunkene Partien repositioniert, um die jugendlichen Konturen wiederherzustellen. Da es sich beim Facelift um einen umfangreichen Eingriff handelt, ist eine vorherige sorgsame Planung entscheidend. In einem persönlichen Beratungsgespräch klärt der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie eingehend über die Operation auf und erläutert den Ablauf im Detail. Dazu gehört auch, die möglichen Risiken und Komplikationen zu beleuchten – nur so erhalten die Patientinnen und Patienten einen ehrlichen Überblick über den Eingriff und können sich bewusst für oder gegen die Behandlung entscheiden.
In diesem Beitrag möchten wir Ihnen zeigen, welche Risiken ein Facelift haben kann und wie sich diese Risiken bestmöglich senken lassen. Da es sich um ein komplexes Thema handelt, das auch von individuellen Faktoren abhängig ist, ersetzt unser Artikel selbstverständlich nicht das Beratungsgespräch mit einem Ästhetisch-Plastischen Chirurgen. Er dient mehr als hilfreiche Unterstützung und Vorbereitung auf Ihr Beratungsgespräch.
Was ist ein Facelift?
Beim Facelift handelt es sich um einen operativen Eingriff der ästhetischen Gesichtschirurgie. Ziel der Behandlung ist es, erschlafftes und überschüssiges Hautgewebe zu entfernen, Muskeln und Haut zu straffen sowie Fettgewebe zu reduzieren beziehungsweise umzuverteilen, sodass ein harmonisches Aussehen erzielt wird. Das Gesicht wird mithilfe des Verfahrens neu konturiert, ohne dass die individuellen Gesichtszüge im Wesentlichen verändert werden. In der Regel dauert der Eingriff zwei bis mehrere Stunden. Er findet unter Vollnarkose statt. Meist bietet sich ein kurzer stationärer Aufenthalt an, in einigen Fällen kann die OP aber auch ambulant durchgeführt werden.
Es gibt verschiedene Techniken beim Facelift, die an den Befund und das gewünschte Ergebnis angepasst werden. Als Goldstandard hat sich das SMAS-Lifting etabliert, bei dem neben der Haut auch Muskeln, Bindegewebe und Fettgewebe mitbehandelt werden. Das Facelift kann das gesamte Gesicht betreffen oder sich gezielt auf einzelne Regionen (z. B. Wangen, Stirn) konzentrieren. Zudem ist es möglich, zusätzlich zum Gesicht auch den Hals zu straffen und zu konturieren. All diese Möglichkeiten werden individuell besprochen und geplant.
Welche allgemeinen OP-Risiken gibt es?
Jede Operation birgt gewisse Risiken. So kann es beispielsweise zu Wundheilungsstörungen kommen. Diese Komplikation kann vor allem bei einer schlechten Durchblutung (z. B. bei Rauchern, Diabetes) vorkommen. Auch zu viel Spannung auf den Wunden kann den Heilungsprozess verzögern. Dies kann auch zu unschönen und auffälligen Narben beitragen. Wulstige Narben können außerdem bei einer genetischen Veranlagung auftreten.
Weitere mögliche allgemeine OP-Risiken sind Nachblutungen, Schwellungen, Rötungen, Hämatome, Entzündungen und Infektionen. Vor allem mit leichten und vorübergehenden Reaktionen wie Schwellungen, Rötungen, blauen Flecken und Schmerzen sollte gerechnet werden, da sie sich bei einem Facelift in der Regel nicht vermeiden lassen. Sie sind aber meist unbedenklich und heilen selbstständig wieder ab.
Was sind spezifische Risiken beim Facelift?
Zu den spezifischen Risiken bei einem Facelift zählen vor allem Schädigungen der Nerven in der Gesichtsregion. Dass kleinere Nervenschäden vorkommen und zu einem vorübergehenden Taubheitsgefühl führen können, ist nicht komplett auszuschließen. Diese können sich für gewöhnlich wieder regenerieren, sodass die Gefühlseinschränkungen wieder nachlassen. Starke Nervenschäden treten hingegen selten auf.
Grundsätzlich können auch Asymmetrien nach der Behandlung auftreten. Ebenso ist es möglich, dass es bei einer Störung der Durchblutung zu Hautnekrosen und Gewebeschäden kommt, die eine schnelle und intensive Nachbehandlung erfordern. Bei der Schnittführung im behaarten Kopfbereich kann zudem das Haarwachstum gestört werden, sodass es zu Haarausfall in dem Bereich kommt.
Wie lassen sich Risiken senken?
Einer der wichtigsten Faktoren, um OP-Risiken möglichst gering zu halten, ist die Wahl des richtigen Arztes. Einen komplexen Eingriff wie das Facelift sollten Sie ausschließlich von einem erfahrenen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie durchführen lassen. Zudem können Sie darauf achten, ob der Arzt sich auf die Gesichtschirurgie spezialisiert hat und ihn auch direkt fragen, wie viele vergleichbare Operationen er bereits durchgeführt hat. Ein seriöser Facharzt wird Sie ausführlich über alle Details (auch die Risiken) eingehend aufklären und auf Ihre Fragen eingehen.
Folgende Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle, wenn es um die Risiken geht:
- Ausstattung und Technik der Praxis/Klinik
- Qualität und Sicherheit der verwendeten Materialien
- Hygiene
- Erholung und Nachsorge nach der OP
Maßnahmen zur Risikominimierung – das können Sie selbst tun
- Anweisungen des Arztes bezüglich der Nachsorge befolgen
- Gesund ernähren und ausreichend hydrieren
- Nicht rauchen
- Keinen Alkohol trinken
- Nachsorgetermine einhalten
- Bestimmte Medikamente nicht einnehmen (in Absprache mit Ihrem Arzt)
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Haben Sie noch Fragen zum Facelift? Gern beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch in unserer Klinik für Plastische Chirurgie in Degerloch. Wir freuen uns auf Sie!
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letzte Aktualisierung: 28.03.2025
