Hyaluronsäure ist einer der bekanntesten und am häufigsten eingesetzten Wirkstoffe im Bereich der minimalinvasiven Anti-Aging-Behandlung. In unserem Beitrag wollen wir darauf eingehen, welche Ergebnisse mit Hyaluronsäure erzielt werden können und wie sicher die Anwendung ist. Was sollte man bei der Behandlung unbedingt beachten? Und welche Risiken oder Nebenwirkungen können nach einer Faltenbehandlung mit Hyaluronsäure auftreten? Wir verraten es Ihnen.
Hyaluronsäure – Was ist das genau?
Bei Hyaluronsäure handelt es sich um ein sogenanntes Polysaccharid (Mehrfachzucker), das aus sich wiederholenden Zuckerbausteinen besteht. Sie kommt natürlicherweise im menschlichen Körper vor und ist in fast allen Geweben zu finden. Vor allem in der extrazellulären Matrix (Raum zwischen den Zellen) der Haut besitzen wir große Mengen Hyaluronsäure, die dort unter anderem für die Spannkraft und Elastizität der Haut sorgt.
Die spezielle Struktur von Hyaluronsäure macht sie in ihren Funktionen so effektiv. So erlaubt sie ihr zum Beispiel, viel Wasser zu speichern und den Feuchtigkeitsgehalt der Haut zu unterstützen. Außerdem besitzt Hyaluronsäure aufgrund ihrer Polysaccharid-Struktur eine gelartige Konsistenz, wodurch sie in Haut, Gelenken und Bindegewebe als Schmier- und Füllsubstanz dient. Überdies fördert Hyaluronsäure die Zellmigration und regt Regenerationsprozesse an.
In der ästhetischen Medizin wird zwar eine synthetisch hergestellte Hyaluronsäure verwendet, diese ist der natürlichen jedoch sehr ähnlich. Dadurch erfüllt sie ebenso die gewünschten Aufgaben und ist in der Regel sehr gut verträglich.
Was macht Hyaluronsäure so beliebt und sicher?
Gut verträglich und abbaubar
Der erste Pluspunkt für Behandlungen mit Hyaluronsäure ist ihre gute Verträglichkeit. Da sie vom Körper selbst hergestellt wird, treten auch bei der synthetisch hergestellten Hyaluronsäure kaum allergische Reaktionen oder ähnliches auf. Zudem kann die Substanz vom Körper wieder abgebaut werden. Je nach Filler und individuellem Stoffwechsel verbleibt der Wirkstoff etwa sechs bis 18 Monate im Gewebe.
Minimalinvasive Behandlung
Viele Patientinnen und Patienten interessieren sich vor allem für Behandlungen, die ohne operative Schritte auskommen, aber dennoch wirksame Ergebnisse erzielen. Die Hyaluron-Behandlung erfolgt mittels einer feinen Kanüle, mit der der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie den Wirkstoff präzise einbringt. Die Behandlung dauert meist nicht länger als 20 bis 30 Minuten und findet ambulant statt. Eine zusätzliche Betäubung ist nicht zwingend notwendig, kann aber auf Wunsch durch eine spezielle Anästhesiecreme ergänzt werden.
Reversibilität
Wie bereits angesprochen, baut der Körper Hyaluronsäure wieder ab. Dadurch lassen auch die Ergebnisse nach einiger Zeit wieder nach. Insbesondere für Patientinnen und Patienten, die keine anhaltende Veränderung wünschen oder zunächst nur sanfte Korrekturen möchten, sind für eine minimalinvasive Behandlung wie Hyaluronsäure bestens geeignet. Notfalls kann die Hyaluronsäure auch wieder aufgelöst werden, wenn das Ergebnis überhaupt nicht gefällt oder seltene Probleme auftreten. Dies sollte jedoch nur in Ausnahmefällen erfolgen.
Strenge Kontrollen und wissenschaftliche Nachweise
Hyaluronsäure ist sehr gut erforscht. Die verwendeten Präparate werden streng kontrolliert und unter sterilen Bedingungen hergestellt. Dadurch sind sie besonders sicher. Studien zeigen, dass Hyaluronsäure nicht nur Volumen schenken, sondern auch die Kollagenproduktion anregen kann. Hierbei kommt es natürlich auch immer auf den Filler, die Dosierung und den Anwendungsbereich an.
Vielseitig und anpassungsfähig
Es gibt verschiedene Arten von Hyaluronsäure. Je nach Vernetzungsgrad versorgt Hyaluronsäure vor allem die obere Hautschicht und durchflutet sie mit Feuchtigkeit oder sie dringt tiefer in das Gewebe ein und erzielt dort einen aufpolsternden Effekt. Je nach Indikation und gewünschtem Ergebnis können die jeweiligen Filler genau angepasst werden. Außerdem kann Hyaluronsäure mit anderen minimalinvasiven Behandlungen kombiniert werden, da die Behandlung recht risikoarm und gut verträglich ist.
Kriterien für eine sichere und zufriedenstellende Hyaluron-Behandlung
Damit eine Fillerbehandlung mit Hyaluron wirksam ist und sicher verläuft, sind einige Faktoren wichtig. So hängt die Sicherheit in erster Linie vom Behandler ab. Wenden Sie sich ausschließlich an einen erfahrenen und speziell ausgebildeten Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie. Nur so können Sie sichergehen, dass der Arzt die notwendige Qualifikation für ästhetische Behandlungen besitzt. Lassen Sie sich außerdem umfassend beraten und aufklären. Seriöse Behandler nehmen sich Zeit für eine ausführliche Beratung und die Beantwortung Ihrer Fragen.
Ebenfalls Einfluss nehmen die verwendeten Präparate. Vergewissern Sie sich, dass etablierte und hochwertige Substanzen eingesetzt werden. Scheuen Sie sich nicht, Ihren Behandler nach den Präparaten und Herstellern zu fragen.
Auch die Technik und Dosierung bei der Injektion haben Einfluss auf das Ergebnis und die Sicherheit der Behandlung. Ein erfahrener Spezialist kennt die anatomischen Verhältnisse und kann die Injektionen somit präzise und sicher setzen. Die Risiken sind bei Experten auf ein Minimum reduziert.
Nicht zuletzt ist auch der Umgang mit eventuellen Nebenwirkungen entscheidend. Risiken und Komplikationen können selbst bei einem Spezialisten nie vollständig ausgeschlossen werden. Ein erfahrener Facharzt weiß jedoch auf Risiken adäquat zu reagieren und bietet Ihnen somit abermals Sicherheit.
Welche Nebenwirkungen und Risiken können bei Hyaluronsäure auftreten?
Zu den häufigen und im Grunde unbedenklichen Reaktionen nach einer Hyaluron-Unterspritzung gehören vorübergehende Schwellungen, Rötungen und blaue Flecken. Meist lassen diese Beschwerden bereits nach wenigen Tagen wieder nach. Die Behandlungsareale können außerdem empfindlich reagieren oder ein leichtes Druckgefühl aufweisen. Seltener sind nach einer Hyaluron-Behandlung: Knötchenbildung, Unebenheiten, Infektionen, Allergien oder Sehprobleme bei Behandlungen in Augennähe. Solche Komplikationen stehen eher im Zusammenhang mit einer fehlerhaften Anwendung und sind ärztlich abzuklären.
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letzte Aktualisierung: 10.01.2025
