Kombination von Bruststraffung mit Implantaten: Wann ist das sinnvoll?

Die weibliche Brust unterliegt im Laufe der Zeit gewissen Veränderungen. Zu den häufigen Einflussfaktoren gehören der natürliche Alterungsprozess, Gewichtsschwankungen, Schwangerschaft und Stillzeit. Auch die genetische Veranlagung spielt eine Rolle. Für viele Frauen ist es vor allem störend, wenn die Brust an Festigkeit und Form verliert. Dieser Elastizitätsverlust ist zwar ganz normal, kann aber zu unliebsamen Hängebrüsten beitragen. Auch das Volumen an den Brüsten kann abnehmen und das Aussehen beeinflussen.

Auf Wunsch kann die Brust mit chirurgischer Hilfe korrigiert werden. Bei erschlafften und hängenden Brüsten stellt vor allem die Bruststraffung (Mastopexie) eine geeignete Methode dar, um die Brust wieder in eine harmonische und jugendliche Form zu bringen. Wie läuft die OP ab? Und wann bietet sich eine Kombination mit Brustimplantaten an?

Darum verändert sich die Brust

Die Brust besteht aus Drüsen-, Fett- und Bindegewebe sowie Haut. All diese Strukturen können durch bestimmte Aspekte beeinflusst und verändert werden. Insbesondere die Hautelastizität spielt eine entscheidende Rolle. Bereits mit Mitte 20 nimmt die körpereigene Produktion an Kollagen und Elastin ab, woraufhin das Kollagengerüst an Stabilität einbüßt. Das macht sich unter anderem im Gesicht, aber eben auch an anderen Körperstellen bemerkbar, indem jugendliche Konturen verschwimmen und einzelne Partien absinken.

Im Inneren stabilisieren bestimmte Bindegewebsstrukturen die Brust. Auch diese können mit der Zeit an Stärke und Elastizität verlieren. Dadurch kann das Brustgewebe absinken – vor allem an den unteren Brustpolen kann so der Eindruck erstehen, dass die Brust länger wird und hängt.

Zudem ist das Drüsengewebe besonders hormonabhängig. Ausgeprägt ist es vor allem während der Pubertät und in der Schwangerschaft und Stillzeit. Nach dem Stillen und mit zunehmendem Alter bildet sich das Drüsengewebe teilweise zurück, wodurch das Volumen der Brüste geringer wird und an Projektion verliert.

Unterschied von Bruststraffung und Implantaten

Das Ziel einer Bruststraffung ist es, überschüssige und überdehnte Haut zu entfernen, um die Brustform zu korrigieren. Es wird dabei eine neue Brust geformt, die natürlich aussieht und zu den übrigen Körperproportionen passt. Zudem soll die Brust wieder ein wenig angehoben beziehungsweise repositioniert werden. Bei Bedarf kann auch die Brustwarze angepasst werden. Das Brustvolumen wird durch eine reine Bruststraffung in der Regel nicht verändert. Es kann aber sein, dass die neue Brust etwas kleiner wirkt als die hängende Brust zuvor, weil sie kompakter und gestrafft ist.

Brustimplantate werden zur Brustvergrößerung eingesetzt. Sie zielen in erster Linie darauf ab, der Brust wieder mehr Fülle zu verleihen. Auch die Form der Brust kann dabei leicht korrigiert werden. Auf die Hautelastizität haben sie keinen direkten Einfluss.

Wann reicht eine einzelne Behandlung nicht aus?

Da die Brust sich auf mehreren Ebenen verändern kann, bedarf es in einigen Fällen einer Kombination aus verschiedenen Behandlungsschritten, um ein optimales Ergebnis zu erreichen. Eine Kombination aus Bruststraffung und Brustvergrößerung mit Implantat bietet sich für Frauen an, die sich nicht nur straffere Brüste, sondern auch mehr Volumen wünschen.

Liegt eine Kombination aus Volumenverlust und Hauterschlaffung vor, kann eine einzelne Behandlung gegebenenfalls zu einem ungenügenden Ergebnis führen, zum Beispiel:

  • nur Bruststraffung: Die Brust sitzt wieder in ihrer natürlichen und harmonischen Position, kann aber zu flach oder „leer“ wirken, sodass das Gesamtergebnis unstimmig erscheint.
  • nur Implantate: Die Brust ist zwar voluminöser, kann aber weiterhin hängen und „unförmig“ erscheinen.

Durch eine sinnvolle Kombination aus Straffung und Implantat lässt sich das Ergebnis der Brustkorrektur individueller anpassen.

Wann ist die Kombination von Bruststraffung und Implantaten sinnvoll?

1. Bei deutlicher Brusterschlaffung und Volumenverlust
Frauen, deren Brust nach Schwangerschaft oder Gewichtsverlust deutlich abgesunken ist und gleichzeitig an Fülle verloren hat, profitieren häufig von der kombinierten Behandlung. Die Straffung korrigiert die Position, während das Implantat das gewünschte Volumen wiederherstellt.

2. Wenn der obere Brustpol an Fülle verloren hat
Ein häufiger Wunsch ist eine harmonische Fülle im oberen Brustbereich. Diese lässt sich allein durch eine Straffung meist nicht erreichen. Ein Implantat kann hier gezielt unterstützen, ohne die Brust unnatürlich wirken zu lassen.

3. Bei ausgeprägter Asymmetrie
Unterschiede in Form, Höhe oder Volumen der Brüste können durch eine Kombination aus Straffung und Implantaten häufig besser ausgeglichen werden als durch ein einzelnes Verfahren.

Ist die Kombination immer die beste Lösung?

Nicht jede Patientin profitiert von einer kombinierten Operation. In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, die Eingriffe zeitlich zu trennen oder auf Implantate zu verzichten. Auch alternative Verfahren wie eine Brustvergrößerung mit Eigenfett können infrage kommen.

Um das geeignete Vorgehen zu bestimmen, ist eine ausführliche und seriöse Beratung unerlässlich. Statt Standardverfahren einzusetzen, wird für jede Patientin ein individuelles Konzept erstellt, das zu ihrer Brust und ihren Wünschen passt.

Wenn Sie mehr über die Möglichkeiten der ästhetischen Brustchirurgie erfahren möchten, kontaktieren Sie uns gern! In einem persönlichen Beratungsgespräch erklären wir Ihnen die verschiedenen Optionen im Detail.

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letzte Aktualisierung: 31.12.2025