Menopause Makeover – ästhetische Behandlungen in den Wechseljahren

Für viele Frauen sind die Wechseljahre ein bedeutender und spannender, manchmal auch herausfordernder Lebensabschnitt. Häufig stehen dabei Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder hormonelle Veränderungen im Mittelpunkt. Weniger Aufmerksamkeit erhalten die sichtbaren Veränderungen, die Haut, Gesicht und Körper im Laufe dieser Zeit durchlaufen. Dabei bemerken viele Frauen gerade in den Wechseljahren, dass die Haut an Spannkraft verliert, Gesichtskonturen weicher werden oder sich Brust und Intimbereich verändern. Nicht jede Frau empfindet diese Entwicklungen als belastend. Andere wünschen sich jedoch Unterstützung, um sich wieder wohler in ihrem Körper zu fühlen. Deshalb möchten wir einmal genauer darauf eingehen, welche ästhetischen Behandlungen in dieser Zeit sinnvoll sein können.

Was ist ein Menopause Makeover?

Der Begriff „Menopause Makeover“ beschreibt kein festgelegtes Behandlungsprogramm, sondern ein individuelles ästhetisches Konzept für Frauen in den Wechseljahren. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Veränderungen als störend empfunden werden und welche Möglichkeiten es gibt, diese gezielt zu behandeln.

Dabei geht es weder darum, die Wechseljahre selbst zu therapieren noch darum, ein bestimmtes Schönheitsideal zu erreichen. Vielmehr soll ein persönliches Behandlungskonzept entwickelt werden, das die individuellen Bedürfnisse und Wünsche berücksichtigt. Je nach Ausgangssituation können dabei unterschiedliche Verfahren kombiniert werden – von sanften hautverbessernden Maßnahmen bis hin zu operativen Eingriffen. Die Bezeichnung Menopause Makeover beschreibt somit weniger eine konkrete Behandlung als vielmehr einen ganzheitlichen Ansatz für Frauen in dieser Lebensphase.

Warum die Wechseljahre sichtbare Veränderungen mit sich bringen

Die Wechseljahre sind eng mit einer veränderten Hormonproduktion verbunden. Vor allem der Rückgang von Östrogen beeinflusst zahlreiche Gewebe im Körper. Das betrifft nicht nur den Stoffwechsel oder die Schleimhäute, sondern auch Haut, Bindegewebe und Fettverteilung.

Viele Frauen stellen in dieser Phase fest, dass die Haut trockener wird und an Elastizität verliert. Gleichzeitig nimmt die Kollagenproduktion ab, wodurch feine Linien und Falten sichtbarer werden können. Auch lassen klare jugendliche Konturen nach. Darüber hinaus verändert sich auch die Fettverteilung, sodass die Bereiche, die früher harmonisches Volumen zeigten heute eher eingefallen oder abgesunken sind.

Diese Veränderungen sind vollkommen natürlich. Dennoch bedeutet das nicht, dass Frauen sie einfach hinnehmen müssen, wenn sie sich dadurch in ihrem Wohlbefinden eingeschränkt fühlen.

Menopause Makeover: Individualität statt Standardlösung

Der Begriff „Menopause Makeover“ stammt ursprünglich aus den USA und beschreibt ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept für Frauen in den Wechseljahren. Anders als klassische ästhetische Eingriffe verfolgt dieses Konzept keinen standardisierten Ansatz.

Jede Frau erlebt die Wechseljahre anders. Während manche vor allem Veränderungen der Hautqualität wahrnehmen, stehen bei anderen abgesunkene Gesichtspartien, erschlaffte Augenlider oder Veränderungen der Brust im Vordergrund. Wieder andere beschäftigen sich stärker mit Beschwerden im Intimbereich oder funktionellen Veränderungen.

Deshalb beginnt jedes Behandlungskonzept mit einer individuellen Analyse der persönlichen Situation, Wünsche und Erwartungen.

Wenn die Gesichtskonturen an Definition verlieren

Eine der häufigsten Veränderungen betrifft das Gesicht. Durch den altersbedingten Verlust von Kollagen, Elastin und Fettgewebe können Wangen absinken, die Kieferlinie weicher wirken und sogenannte Hängebäckchen entstehen. Dadurch kann das Erscheinungsbild müde oder abgespannt wirken, obwohl die Betroffenen sich eigentlich fit und aktiv fühlen. Genau an diesem Punkt kann ein Facelift sinnvoll sein.

Ziel eines modernen Facelifts ist nicht mehr eine möglichst starke Straffung, sondern die harmonische Repositionierung abgesunkener Strukturen. Das Gesicht soll frisch und erholt wirken, ohne seine Natürlichkeit zu verlieren.

Die Bedeutung der Hautqualität

Nicht jede Veränderung während der Wechseljahre entsteht durch abgesunkenes Gewebe. Häufig verändert sich auch die Haut selbst. Sie wird trockener, dünner und verliert an Elastizität. Dadurch entstehen feine Knitterfältchen, die Haut wirkt weniger strahlend und regeneriert sich langsamer.

In solchen Fällen stehen häufig Verfahren zur Verbesserung der Hautqualität im Mittelpunkt. Besonders beliebt sind moderne Radiofrequenztherapien, die gezielt die Kollagenbildung anregen sollen. Auch andere sanfte Verfahren wie Laserbehandlungen, Mesotherapie oder Microneedling können zur Verbesserung des Hautbildes eingesetzt werden.

Lidstraffung gegen eine müde Augenpartie

Alterungsprozesse werden oftmals zunächst in der Augenpartie sichtbar, da die Haut hier besonders fein ist und empfindlich auf Einflüsse reagieren kann. Verliert beispielsweise das Gewebe an Spannkraft, kann es zu sogenannten Schlupflidern oder Tränensäcken kommen, die die Augenpartie meist älter und müder erscheinen lässt. Durch hormonelle Veränderungen und den natürlichen Elastizitätsverlust verstärkt sich dieser Effekt bei vielen Frauen während der Wechseljahre zusätzlich.

Eine Lidstraffung kann helfen, die Augenpartie wieder offener und wacher wirken zu lassen. Dabei wird überschüssige Haut entfernt und die natürliche Form des Augenlids betont. Zudem werden die Muskeln gestrafft und Fettkompartimente repositioniert.

Je nach Indikation und gewünschtem Ergebnis kann auch eine Behandlung mit AccuTite™ in Betracht gezogen werden. Hierbei handelt es sich um eine schonende Methode, die mit Radiofrequenztherapie arbeitet. Sie regt die Kollagenbildung an, führt zu einer zarten Gewebeschrumpfung und gilt damit als weniger invasive Alternative zur herkömmlichen Lid-OP.

Ästhetische Brustchirurgie – Was sind die Möglichkeiten?

Neben Gesicht und Haut verändert sich häufig auch die Brust. Mit fortschreitendem Alter kann das Gewebe an Festigkeit verlieren. Außerdem können sich Volumen und Form der Brust verändern.

Abhängig von den vorliegenden Veränderungen und Behandlungszielen kann sich unter anderem eine Bruststraffung anbieten, um der Brust wieder eine harmonische Form und Festigkeit zu verleihen. Auf Wunsch kann die Straffung mit einer Brustvergrößerung kombiniert werden. Hierfür kommen neben den klassischen Implantaten auch die Verwendung von Eigenfett infrage, um die Brüste zu konturieren.

Werden die Brüste hingegen als zu groß empfunden, kann eine Brustverkleinerung sinnvoll sein. Die Behandlung kann nicht nur das ästhetische Erscheinungsbild verbessern, sondern auch bestimmte Beschwerden wie Rückenschmerzen, Verspannungen und Haltungsschäden reduzieren.

Intimbereich: ein oft unterschätztes Thema

Durch den sinkenden Östrogenspiegel verlieren Schleimhäute und Gewebe häufig an Feuchtigkeit und Elastizität. Manche Frauen leiden unter Trockenheit, Reizungen oder funktionellen Beschwerden. Andere bemerken Veränderungen der äußeren Intimregion, die ihr Wohlbefinden beeinflussen.

Zu den typischen Intimkorrekturen gehören vor allem die Schamlippenverkleinerung. Bei diesem Eingriff wird überschüssiges Gewebe an den inneren Labien reduziert, um ihnen eine harmonische Form zu geben und sie sanft zu straffen. Je nach Befund können zudem die äußeren Labien unterspritzt werden, um ein optimales Ergebnis zu erreichen. Des Weiteren ist es möglich, einen prominenten und hervortretenden Venushügel abzuflachen.

Natürlichkeit steht im Vordergrund

Bei allen Behandlungen stehen Individualität und Natürlichkeit im Vordergrund. Die meisten Frauen wünschen sich keine drastische Veränderung ihres Aussehens, sondern wollen sich einfach wieder wohler in Ihrem Körper fühlen. Die äußere Erscheinung soll die eigene Lebensenergie widerspiegeln und nicht im Widerspruch zum persönlichen Empfinden stehen.

Moderne ästhetische Medizin orientiert sich deshalb zunehmend an individuellen Bedürfnissen statt an festen Idealen oder Trends. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten und sich eine persönliche Beratung wünschen, kontaktieren Sie uns gern für einen Beratungstermin in der Klinik Degerloch. Gemeinsam mit Ihnen stellen wir das Konzept zusammen, das zu Ihnen passt. Wir freuen uns auf Sie!

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letzte Aktualisierung: 31.05.2026